Neue Mehrheiten im Kreistag: Fraktionen streben breite Zusammenarbeit an
LANDKREIS SCHWEINFURT – Vor der konstituierenden Sitzung des neu gewählten Kreistags Mitte Mai haben sich die CSU sowie das Bündnis aus SPD, Freien Wählern und Grünen auf einen gemeinsamen Kurs verständigt. Angesichts der veränderten Mehrheitsverhältnisse nach der Wahl vom 8. März soll die künftige Arbeit auf eine breite demokratische und sachorientierte Grundlage gestellt werden.
Ziel der überparteilichen Abstimmung ist es, die Handlungsfähigkeit des Landkreises für die kommenden sechs Jahre sicherzustellen. Dabei geht es neben Personalfragen auch um die Ausgestaltung der Geschäftsordnung und der Ausschussstrukturen. Ein zentrales Ergebnis der Vorgespräche ist die weitgehende Beibehaltung der bestehenden Gremien, wobei der Kreisentwicklungsausschuss künftig mit dem Kreisausschuss zusammengeführt wird.
Drei Kandidaten für das Amt der stellvertretenden Landräte
Die Anzahl der Stellvertreter von Landrat Florian Töpper bleibt bei drei Positionen. Für diese Ämter bewerben sich erfahrene Kommunalpolitiker aus verschiedenen Lagern:
-
Manuel Kneuer (CSU): Der 34-jährige Erste Bürgermeister von Gochsheim bewirbt sich um das Amt des ersten Stellvertreters. Er ist seit sechs Jahren Mitglied des Kreistags und in zahlreichen regionalen Verbänden aktiv.
-
Stefan Rottmann (SPD): Der 39-jährige Bürgermeister der Großgemeinde Schonungen gehört dem Kreistag seit 2014 an und war zuletzt Fraktionsvorsitzender.
-
Thomas Vizl (Grüne): Der 68-Jährige aus Gerolzhofen möchte seine Arbeit als stellvertretender Landrat fortsetzen, die er bereits in der vergangenen Amtszeit ausübte.
Die bisherigen Stellvertreterinnen Bettina Bärmann (Freie Wähler) und Christine Bender (CSU) scheiden aus ihren Ämtern aus, werden jedoch weiterhin wichtige Funktionen innerhalb des Landkreises wahrnehmen. Bärmann übernimmt zudem den Sitz im Landkreistag für den Landkreis Schweinfurt.
Verantwortung über Parteigrenzen hinweg
Die Beteiligten betonten die Notwendigkeit, trotz unterschiedlicher politischer Handschriften stabil und verlässlich zusammenzuarbeiten. Manuel Kneuer verwies darauf, dass das bisherige „bunte Bündnis“ keine Mehrheit mehr habe und man daher Verantwortung über Parteigrenzen hinweg übernehmen müsse. Stefan Rottmann kündigte einen „dynamischen“ Kurs für die kommenden Jahre an.
In den nächsten Tagen werden die Besetzungen der Ausschüsse, Zweckverbände und Verwaltungsräte final abgestimmt. Dabei sollen auch kleinere Gruppierungen angemessen berücksichtigt werden. Die endgültige Entscheidung über alle Personal- und Strukturvorschläge treffen die gewählten Kreisrätinnen und Kreisräte in der konstituierenden Sitzung.
Alle Angaben ohne Gewähr!
Fotos sind ggf. beispielhafte Symbolbilder!
Kommentare von Lesern stellen keinesfalls die Meinung der Redaktion dar!















