SW1-Politik

Mittelstandsunion Schweinfurt besucht Cramer Mühle auf der Maininsel

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SCHWEINFURT – Die Mittelstandsunion Schweinfurt-Stadt und -Land hat unter ihrem neuen Vorsitzenden Oliver Schulte eine Betriebsbesichtigung bei der traditionsreichen Cramer Mühle GmbH & Co. KG auf der Schweinfurter Maininsel unternommen. Damit will die MU künftig stärker Präsenz bei Unternehmerinnen und Unternehmern in Stadt und Landkreis zeigen.

Das 1806 gegründete Familienunternehmen wird heute von Philipp Cramer in siebter Generation geführt und beschäftigt mehr als 80 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Kreisvorsitzender Oliver Schulte erklärte, die Mittelstandsunion wolle raus zu den Betrieben, zuhören und sich anschauen, mit welchen Herausforderungen die Unternehmen im Alltag konfrontiert seien, statt Wirtschaftspolitik nur am Schreibtisch zu betreiben.

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Bei der Führung durch den Betrieb erhielten die Teilnehmer Einblick in eine hochmoderne Mühlenproduktion. Nach Angaben von Geschäftsführer Philipp Cramer stammen die Zulieferbetriebe aus einem Umkreis von rund 200 Kilometern, wodurch die Cramer Mühle zu den bedeutenden Verarbeitern fränkischen Getreides zählt. Die Produkte werden weit über die Grenzen Frankens hinaus vertrieben. Besonderes Interesse weckte, dass die Mühle nicht nur Strom erzeugt, sondern in Sennfeld auch als Netzbetreiber ein eigenes kleines Stromnetz betreibt.

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Deutlich wurden bei dem Besuch auch die Herausforderungen energieintensiver Unternehmen: Cramer berichtete, dass der Betrieb zeitweise stillstehe, wenn die Börsenstrompreise ein Niveau erreichten, bei dem eine wirtschaftliche Produktion nicht mehr möglich sei. Schulte sieht darin ein Beispiel dafür, wie unmittelbar energiepolitische Rahmenbedingungen die Wettbewerbsfähigkeit mittelständischer Unternehmen beeinflussen, und forderte Rahmenbedingungen, unter denen Unternehmen auch international wettbewerbsfähig produzieren könnten.

Die Betriebsführung stieß bei den Teilnehmern auf großes Interesse, da die markanten Gebäude der Cramer Mühle vielen Schweinfurtern zwar seit Jahrzehnten vertraut sind, ein Blick hinter die Mühlenmauern jedoch bislang selten möglich war. Zum Abschluss führte der Rundgang die Besucher aufs Dach der Mühle, von wo sich zur blauen Stunde ein Blick über die Maininsel und die Stadt Schweinfurt bot.

Schulte bedankte sich abschließend bei Philipp Cramer und seinem Team für die Offenheit und die Einblicke und betonte, die Mittelstandsunion wolle künftig noch stärker mit Unternehmerinnen und Unternehmern im Austausch stehen, die trotz schwieriger Rahmenbedingungen Arbeitsplätze sichern und Wertschöpfung in der Region schaffen.


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