Konstituierende Sitzung in Schweinfurt: Ralf Hofmann vereidigt – Neue Bürgermeisterinnen gewählt
SCHWEINFURT – Aufbruch in die Wahlperiode 2026–2032: In der konstituierenden Sitzung des Schweinfurter Stadtrats am 12. Mai wurde Oberbürgermeister Ralf Hofmann offiziell im Amt vereidigt. Zudem wurden die Weichen für die Stellvertretung und die künftige Transparenz der Ratsarbeit gestellt.
Die Sitzung markierte den Beginn der neuen sechsjährigen Amtszeit und war geprägt von personellen Neuerungen sowie einem klaren Appell an die Diskussionskultur.
Amtseid und Appell an den Stadtrat
Den Diensteid nahm dem Oberbürgermeister per Gesetz das älteste anwesende Ratsmitglied, Klaus Rehberger (CSU), ab. In seiner anschließenden Ansprache stimmte Hofmann das Gremium auf Herausforderungen ein: „Große Aufgaben liegen vor uns, wir werden auch unangenehme Entscheidungen treffen müssen.“ Er forderte den Stadtrat auf, sachbezogen und frei von persönlichen Angriffen zu debattieren und die Verantwortung mit „einer gewissen Portion Demut“ wahrzunehmen.
Mehr Transparenz durch Mediathek
Ein einstimmiger Beschluss zur neuen Geschäftsordnung bringt eine bedeutende Neuerung für die Bürger mit sich: Die Stadtratssitzungen werden künftig nicht nur live gestreamt, sondern stehen auch „on demand“ in einer Mediathek zur Verfügung. Damit können Interessierte die Debatten zeitunabhängig verfolgen – für den Oberbürgermeister ein „wichtiges Zeichen der Transparenz“.
Die Wahl der Bürgermeisterinnen
Der Stadtrat entschied sich mehrheitlich dafür, auch weiterhin zwei Stellvertreterposten für den Oberbürgermeister zu besetzen. Die Wahlen ergaben folgendes Ergebnis:
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Zweite Bürgermeisterin: Christiane Michal-Zaiser (CSU)
Sie setzte sich mit 30 von 39 gültigen Stimmen gegen Dr. Thomas Felsner (AfD) durch und übernimmt damit das Amt der ersten Stellvertreterin.
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Dritte Bürgermeisterin: Sorya Lippert (SPD/Volt)
In einem knappen Wahldurchgang trat die bisherige Zweite Bürgermeisterin Sorya Lippert gegen Ayfer Rethschulte (Bündnis 90/Die Grünen) an. Lippert gewann die Wahl mit 18 zu 17 Stimmen und bleibt somit Teil der Stadtspitze.
Mit der Besetzung dieser Schlüsselpositionen und der neuen Geschäftsordnung ist der Schweinfurter Stadtrat nun voll arbeitsfähig für die kommenden sechs Jahre.
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