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VORSICHT: Gefälschte EDEKA-Gutscheine kursieren – so schützen Sie sich

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Derzeit verbreiten sich über WhatsApp, per E-Mail und auf dubiosen Webseiten massenhaft gefälschte EDEKA-Gutscheine. Wer eine solche Nachricht erhält und auf den enthaltenen Link klickt, landet nicht bei einer echten Rabattaktion, sondern auf einer Seite, die gezielt auf den Diebstahl persönlicher Daten ausgerichtet ist. Verbraucherschützer warnen ausdrücklich davor, derartige Nachrichten weiterzuleiten oder Links darin anzuklicken.

Die Masche ist simpel, aber wirkungsvoll: Die Täter versprechen einen angeblichen EDEKA-Gutschein im Wert von bis zu 250 Euro, verbunden mit dem Hinweis, das Angebot sei „nur noch heute“ verfügbar oder richte sich an einen „ausgewählten Kundenkreis“. Der künstlich erzeugte Zeitdruck soll dazu verleiten, ohne langes Nachdenken zu klicken. Betrugstest.com erklärt, woran man den Betrug erkennt und zeigt detailliert, wie die gefälschten Seiten aufgebaut sind und welche Daten die Betrüger tatsächlich abgreifen wollen.

So funktioniert der Ablauf im Detail

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Nach dem Klick auf den Link in der Nachricht landet man auf einer täuschend echt wirkenden Seite im EDEKA-Design. Dort muss zunächst eine kurze Umfrage ausgefüllt werden, bevor der versprochene Gutschein angeblich freigeschaltet wird. Genau in diesem Schritt wird es gefährlich: Die Betreiber der Seite fordern Name, Adresse, Telefonnummer und teils auch Zahlungsdaten ab. Wer diese Angaben macht, gibt seine Daten direkt in die Hände der Kriminellen.

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Danach folgt häufig eine Weiterleitung auf weitere dubiose Angebote oder es wird versucht, kostenpflichtige Abonnements zu aktivieren. In manchen Fällen wird auch Schadsoftware auf dem genutzten Gerät installiert, ohne dass die betroffene Person etwas davon bemerkt.

Diese Warnsignale zeigen: Es ist kein echter Gutschein

Wer genau hinschaut, erkennt die gefälschten Aktionen an mehreren Merkmalen. Offizielle EDEKA-Aktionen werden ausschließlich über die offizielle Webseite, die EDEKA-App oder verifizierte Kanäle wie den offiziellen Newsletter kommuniziert. Eine Nachricht über WhatsApp oder von einer unbekannten E-Mail-Adresse hat damit nichts zu tun.

Dazu kommt: Seriöse Gewinnspiele großer Unternehmen benennen immer klar den Veranstalter, verweisen auf Teilnahmebedingungen und sind datenschutzkonform gestaltet. Fehlt eines dieser Elemente, ist das ein eindeutiges Zeichen für eine Fälschung. Auch die Webadresse lohnt einen genauen Blick. Schon ein einzelnes zusätzliches Zeichen oder eine unbekannte Domain kann darauf hinweisen, dass es sich nicht um die echte EDEKA-Seite handelt.

Warum gerade jetzt und warum EDEKA?

Betrüger greifen gezielt auf die Namen bekannter Marken zurück, weil das Vertrauen in diese Namen groß ist. Wer regelmäßig bei EDEKA einkauft, hält eine entsprechende Nachricht zunächst für glaubwürdig, ohne zu hinterfragen. Genau auf diese Reaktion setzen die Täter. Das Phänomen ist nicht neu: In der Vergangenheit wurden auf dieselbe Art bereits gefälschte Aktionen im Namen von Lidl, Rewe oder DHL verbreitet.

Wie sw1.news bereits in einem ähnlichen Fall über falsche Gewinnversprechen und Betrug über digitale Kanäle berichtet hat, nutzen Kriminelle konsequent das Vertrauen in bekannte Namen als Einfallstor. Die Hemmschwelle, einem Link zu folgen, sinkt erheblich, sobald ein vertrauter Markenname ins Spiel kommt.

Was Betroffene jetzt tun sollten

Wer auf den Link geklickt und bereits Daten eingegeben hat, sollte sofort handeln. Passwörter betroffener Konten gehören umgehend geändert. Falls Zahlungsdaten angegeben wurden, ist die Bank so schnell wie möglich zu informieren. Außerdem empfiehlt es sich, das verwendete Gerät auf Schadsoftware überprüfen zu lassen. Eine Anzeige bei der Polizei ist ebenfalls sinnvoll, denn nur durch Meldungen lassen sich solche Maschen verfolgen und einschränken.

Wer die Nachricht lediglich erhalten, aber nicht darauf reagiert hat, kann sie einfach löschen. Wichtig ist, sie nicht weiterzuleiten, auch nicht mit dem gut gemeinten Hinweis, andere zu warnen, da das die Verbreitung unnötig verstärkt.

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) gibt auf seiner offiziellen Webseite umfassende Hinweise zum Thema Phishing und erklärt, wie man sich dauerhaft schützt.

Der beste Schutz bleibt gesundes Misstrauen

Wer bei unerwarteten Gutscheinen, Gewinnnachrichten oder Sonderangeboten grundsätzlich skeptisch bleibt, senkt sein Risiko erheblich. Der einfachste Test: Die offizielle Webseite des Unternehmens direkt im Browser aufrufen und prüfen, ob die beworbene Aktion dort tatsächlich erwähnt wird. Findet sich kein Hinweis darauf, ist die Nachricht mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit gefälscht.


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