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Jüngere und Ältere sind die Verlierer auf dem Wohnungsmarkt in Schweinfurt

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SCHWEINFURT – Die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) warnt angesichts des neuen „Sozialen Wohn-Monitors“ vor einer dramatischen Verschärfung der Wohnungsnot in Schweinfurt, die insbesondere Auszubildende und Rentner trifft. Laut Michael Groha, Bezirksvorsitzender der IG BAU Mainfranken, können sich viele der rund 2.310 Azubis vor Ort keine eigene Wohnung leisten, während gleichzeitig rund 5.800 Baby-Boomer bis 2035 in die Rente gehen und durch niedrige Bezüge von „Wohnarmut“ bedroht sind. Die Gewerkschaft fordert daher massive staatliche Investitionen und Steueranreize für den Bau von bezahlbarem Wohnraum und speziellen Azubi-Wohnungen.

Um den steigenden Mieten entgegenzuwirken, sieht die IG BAU die Verdopplung des Sozialwohnungsbestands als unumgänglich an. Für Bayern bedeutet dies eine Zielmarke von jährlich 18.700 neuen Sozialwohnungen bis zum Jahr 2035. Michael Groha kritisiert, dass Ausbildungsverträge bereits am Mangel an bezahlbaren Zimmern scheitern, was sich die heimische Wirtschaft angesichts des Fachkräftemangels nicht erlauben könne. Er schlägt vor, durch „erleichtertes Bauen“ die Kosten zu senken, um mit den verfügbaren Mitteln mehr qualitativ hochwertigen, aber einfachen Wohnraum zu schaffen.

Zusätzlich fordert die Gewerkschaft vom Freistaat Bayern eine transparente öffentliche Statistik über den monatlichen Neubau von Sozialwohnungen, um den Fortschritt kontrollieren zu können. Nur durch eine sofortige Bereitstellung von Bundesmitteln zu Baubeginn und eine gezielte Förderung in Universitätsstädten und Industriezentren könne die soziale Spaltung auf dem Wohnungsmarkt gestoppt werden. Die IG BAU betont, dass der Neubau von günstigen Wohnungen zur „politischen Herzenssache“ werden müsse, um das Armutsrisiko für junge Menschen und Senioren in der Region Schweinfurt nachhaltig zu senken.

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