Fernwärmenetz wird in der Johannisgasse erweitert

SCHWEINFURT – Die Stadtwerke Schweinfurt setzen den Ausbau des Fernwärmenetzes fort. Ab voraussichtlich 14. September 2026 wird im Bereich Roßmarkt/Johannisgasse ein weiterer Abschnitt des Leitungsnetzes hergestellt.
Die Arbeiten schaffen die Voraussetzung dafür, weitere Gebäude zuverlässig mit Fernwärme zu versorgen. Die Wärme wird über ein Leitungsnetz direkt in die Gebäude geliefert und kann dort für Heizung und Warmwasser genutzt werden. Für Eigentümer entfällt damit unter anderem die Notwendigkeit eines eigenen Heizkessels und Brennstofflagers.

Die Maßnahme schließt an die bereits laufenden Arbeiten am Roßmarkt an. Durch die Bündelung der Bauarbeiten sollen wiederholte Eingriffe in dem Bereich vermieden werden. Die Stadtwerke stimmen die Arbeiten mit den zuständigen Stellen ab und informieren betroffene Anwohner, Anwohnerinnen und Gewerbetreibende vor Beginn.

Während der Bauzeit ist im Bereich des Durchgangs zwischen Johannisgasse 9 und Am Roßmarkt 9 zeitweise eine Vollsperrung erforderlich. Der Fußgängerverkehr soll nach Möglichkeit aufrechterhalten werden. Soweit es die Bauarbeiten zulassen, werden Leitungsgräben mit Stahlplatten abgedeckt. Auch bei der Einfahrt in die Johannisgasse kann es zeitweise zu Einschränkungen kommen.
Die Zufahrt für Rettungsdienste und Feuerwehr bleibt während der gesamten Bauzeit gewährleistet. Liefer- und Anliegerverkehr werden soweit möglich berücksichtigt.
Die Stadtwerke Schweinfurt bitten Anwohner, Gewerbetreibende und Verkehrsteilnehmer um Verständnis für die notwendigen Einschränkungen.
Das Fernwärmenetz der Stadtwerke umfasst rund 50 Kilometer und versorgt bereits zahlreiche Gebäude im Stadtgebiet. Nach Angaben der Stadtwerke steht Fernwärme für eine hohe Versorgungssicherheit und eine platzsparende Wärmeversorgung im Gebäude. Der Primärenergiefaktor beträgt 0,22.
Check: Die wesentlichen Vor- und Nachteile im Überblick:
Geringerer Platzbedarf und Wartungsaufwand: Im Haus wird kein Kellerraum für eine Ölheizung, Gastanks oder Pelletlager benötigt. Zudem entfallen die Kosten für die regelmäßige Wartung und den Schornsteinfeger einer eigenen Heizungsanlage.
Hoher Komfort: Die Wärmeversorgung erfolgt kontinuierlich und unabhängig von fossilen Brennstoffen im eigenen Keller.
Erfüllung gesetzlicher Vorgaben: Da Fernwärme oft einen hohen Anteil an erneuerbaren Energien nutzt oder zukünftig nutzen muss, erfüllt sie in der Regel die Vorgaben des Gebäudeenergiegesetzes (GEG) vergleichsweise leicht.
Hohe Anfangsinvestitionen: Die Kosten für den eigentlichen Hausanschluss und die Übergabestation können erheblich sein, sofern kein gut ausgebautes Netz vorliegt.
Monopolstellung des Anbieters: Da Fernwärmenetze lokale Monopole darstellen, haben Hausbesitzer keine Möglichkeit, den Versorger bei steigenden Preisen einfach zu wechseln.
Langfristige Verträge: Fernwärmeverträge laufen meist über sehr lange Zeiträume, und die Preisgestaltung ist oft an bestimmte Indizes gekoppelt, was die Kostenkalkulation erschweren kann.

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