Herzschlagfinale im Icedome: Mighty Dogs erzwingen Sieg in der Verlängerung
SCHWEINFURT – Vor einer Rekordkulisse von über 2.300 Zuschauern haben die Mighty Dogs am Samstagabend ein dramatisches sechstes Spiel der Bayernliga-Finalserie für sich entschieden. Trotz personeller Ausfälle und eines späten Ausgleichs der Gäste behielten die Schweinfurter in der Verlängerung die Nerven und feierten einen emotionalen Heimsieg im letzten Spiel der Saison vor eigenem Publikum.
Die Vorzeichen standen schwierig für den ERV: Aufgrund von Spieldauerstrafen aus der vorangegangenen Partie mussten die Hausherren auf Kristers Donins und Lucas Kleider verzichten. Trainer und Team waren gezwungen, die Reihen in Defensive und Sturm kurzfristig umzustellen. Doch die neu formierte Mannschaft zeigte von Beginn an eine leidenschaftliche und intensive Leistung.
Nach einer starken Anfangsphase beider Teams schlug die Stunde von Dzerods Alksnis. In der 13. Minute brachte er den Icedome mit einem präzisen Schuss von der blauen Linie zum ersten Mal zum Beben. Nur zwei Minuten später erhöhte derselbe Spieler nach einem energischen Solo im Nachschuss auf 2:0. Dass es mit einer Führung in die erste Pause ging, war auch Torhüter Benni Roßberg zu verdanken, der mit mehreren Glanzparaden – darunter ein spektakulärer „Monstersafe“ gegen Lion Stange – den Vorsprung festhielt. Lediglich ein Fehlpass im eigenen Powerplay ermöglichte Königsbrunn den Anschlusstreffer zum 2:1 durch Marco Sternheimer.
Im zweiten Spielabschnitt nutzten die Mighty Dogs eine Überzahlsituation konsequent aus: Erneut war es Alksnis, der mit seinem dritten Treffer des Abends auf 3:1 stellte. Die Antwort des EHC Königsbrunn folgte jedoch prompt durch den 3:2-Anschluss von Stange. Das Schlussdrittel entwickelte sich zu einem regelrechten Krimi. Zunächst sah Schweinfurt wie der sichere Sieger aus, als Josef Dana nach Vorarbeit von Konstantin Melnikow zum 4:2 traf.
Doch die Gäste aus Königsbrunn bewiesen Kämpferherz. Nachdem sie ihren Torwart zugunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis genommen hatten, gelang ihnen 44 Sekunden vor dem Ende der Anschluss und lediglich vier Sekunden vor der Schlusssirene durch Turcotte der bittere 4:4-Ausgleich.
In der fälligen Verlängerung stand für die Gäste die Meisterschaft auf dem Spiel, während die Mighty Dogs alles in die Waagschale warfen, um die Serie am Leben zu erhalten. In einem hochkonzentrierten Schlagabtausch nutzten die Schweinfurter schließlich ein Powerplay zur Entscheidung. Ein platzierter Schuss aus der zweiten Reihe schlug im Netz der Pinguine ein. Während zunächst erneut Alksnis als Torschütze gefeiert wurde, wurde der entscheidende Treffer zum 5:4-Endstand nachträglich Alex Diel zugeschrieben, der die Scheibe vermutlich noch unhaltbar abgefälscht hatte.
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