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Zugunglück auf der Sinntalbrücke war zum Glück nur eine Übung

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BAD KISSINGEN – Ein schwerer Zugunfall, 500 betroffene Personen, sommerliche Hitze und ein abgelegenes Waldgebiet im Grenzraum zwischen Bayern und Hessen: Dieses herausfordernde Szenario diente am 15. Juli 2025 als Grundlage für eine groß angelegte Stabsrahmenübung im Landratsamt Bad Kissingen.

Der ICE-Zusammenstoß mit einem Arbeitszug auf der Sinntalbrücke bei Zeitlofs war glücklicherweise fiktiv – doch die Übung zeigte eindrucksvoll, wie wichtig koordinierte Abläufe und klare Kommunikation im Katastrophenfall sind.

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„Spätestens die Umweltkatastrophe im Ahrtal und der Angriffskrieg auf die Ukraine haben uns deutlich gemacht, wie schnell eine Ausnahmesituation eintreten kann – auch in unserer Region“, sagte Landrat THOMAS BOLD zur Eröffnung der Übung. „Wir nehmen unsere Verantwortung ernst und wollen vorbereitet sein.“

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Geleitet wurde das Übungsgeschehen von der Staatlichen Feuerwehrschule GERETSRIED. Rund 130 Einsatzkräfte und Mitarbeitende waren involviert – darunter Feuerwehr, Polizei, Rettungsdienste sowie Fachberater aus der Bundeswehr, von der Deutschen Bahn und vom Wasserwirtschaftsamt. Innerhalb der Führungsgruppe Katastrophenschutz (FüGK) arbeiteten verschiedene Teams zu Lageeinschätzung, Dokumentation, Bevölkerungsinformation und Medienarbeit.

Die Übung verteilte sich auf mehrere Räume im und außerhalb des Landratsamts. Im Großen Sitzungssaal wurden regelmäßig Lagebesprechungen abgehalten. Besonderer Fokus lag auf der Abstimmung zwischen den beteiligten Organisationen – ein entscheidender Aspekt, gerade in einem grenzübergreifenden Einsatz zwischen Bayern und Hessen. Zum Abschluss der Übung fand eine simulierte Pressekonferenz statt, moderiert von der Pressestelle des Landratsamts.

Landrat BOLD zeigte sich im Anschluss zufrieden mit dem Ablauf:

„Die Übung ist insgesamt sehr gut gelungen. Die wenigen Punkte, die verbesserungsfähig sind, werden wir nun gezielt nacharbeiten.“

Er lobte insbesondere die gute Zusammenarbeit aller Beteiligten:

„Gerade in einem echten Katastrophenfall ist es entscheidend, dass alle Einsatzkräfte Hand in Hand arbeiten – über Zuständigkeitsgrenzen hinweg.“

Auch Bayerns Innenstaatssekretär SANDRO KIRCHNER nahm an der Übung teil und betonte:

„Solche realitätsnahen Szenarien sind enorm wichtig. Der Freistaat Bayern ist im Katastrophenschutz gut aufgestellt – aber das muss regelmäßig überprüft und geübt werden.“


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