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Mit 100 km/h durch die Fußgängerzone: Koks-Fahrt ohne Führerschein löst dramatische Verfolgungsjagd aus

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ASCHAFFENBURG / INNENSTADT – Szenen wie aus einem Actionfilm haben sich am Freitagvormittag in der Aschaffenburger Innenstadt abgespielt. Ein 48-jähriger Autofahrer hat sich unter dem Einfluss von Kokain eine wilde Verfolgungsjagd mit mehreren Polizeistreifen geliefert. Ohne Führerschein, dafür mit mutmaßlichem Diebesgut an Bord, raste der Mann mit bis zu 100 km/h durch das Stadtgebiet, überquerte Grünanlagen und bretterte sogar durch die Fußgängerzone. Die Polizei sucht nun dringend nach Passanten und Autofahrern, die dem Raser ausweichen mussten.

Der folgenschwere Vorfall ereignete sich am Freitagvormittag (29. Mai 2026) ab etwa 10:20 Uhr.

Zeugenhinweis setzt Großeinsatz in Gang

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Der Alarm ging bei der Einsatzzentrale ein, nachdem aufmerksame Zeugen auf dem Bauhaus-Parkplatz in der Kulmbacher Straße Beobachtungen gemacht hatten. Ein Mann war dort in einen grauen VW Polo gestiegen, der augenscheinlich massiv unter dem Einfluss von Rauschmitteln stand, und setzte sich ans Steuer.

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Eine sofort entsandte Streife der Aschaffenburger Polizei konnte den beschriebenen Wagen wenig später auf der Würzburger Straße ausfindig machen, als dieser stadteinwärts fuhr. Im Auto saß der 48-jährige deutsch-kasachische Staatsangehörige allein am Steuer.

Rote Ampeln missachtet, Gegenspur genutzt, Fußgängerzone durchquert

Als die Beamten den Polo für eine Verkehrskontrolle stoppen wollten und die entsprechenden Anhaltesignale einschalteten, trat der 48-Jährige das Gaspedal voll durch. Was folgte, war eine rücksichtslose Flucht quer durch das gesamte Stadtgebiet. Der Mann scherte sich weder um rote Ampeln noch um Verkehrsregeln: Er nutzte die Gegenspur, raste über die Grünflächen der Wilhelm-Högner-Anlage und steuerte den Wagen mit knapp 100 km/h mitten durch die Fußgängerzone.

Die wilde Fahrt zog eine gewaltige Schleife durch Aschaffenburg und erstreckte sich über folgende Straßen und Plätze:

Würzburger Straße – Herrleinstraße – Hettingerstraße – Wilhelm-Högner-Anlage (Grünfläche) – Radweg zwischen Mattstraße und Schweinheimer Straße – Karl-von-Linde-Platz – Hefner-Alteneck-Straße – Bahnweg – Südbahnhofstraße – Nelseestraße – Güterberg – Fischergasse – Ankergasse – Untere Fischergasse – Kranengasse – Fischergasse – Güterberg – Lamprechtstraße – Dunzerstraße – Am Floßhafen – Dalbergstraße – Pfaffengasse.

Die verfolgenden Polizisten mussten mit ansehen, wie durch die extrem rücksichtslose Fahrweise mehrfach andere Autofahrer und Fußgänger akut gefährdet wurden und sich nur durch schnelle Reaktionen retten konnten.

Zugriff am Schlossplatz: Ein Sündenregister der Extraklasse

Am Schlossplatz war Endstation: Mehreren Streifenwagen gelang es schließlich, den grauen VW Polo einzukesseln, zu stoppen und den Fahrer vorläufig festzunehmen. Bei der anschließenden Überprüfung kam ein ganzes Bündel an Straftaten ans Licht:

  • Drogenfahrt: Ein Schnelltest bestätigte den akuten Verdacht auf Kokainkonsum.

  • Fahren ohne Fahrerlaubnis: Der 48-Jährige besitzt überhaupt keinen Führerschein.

  • Auto-Diebstahl: Den VW Polo hatte er sich ohne Wissen und Erlaubnis einer Bekannten angeeignet (unbefugter Gebrauch eines Kraftfahrzeugs).

  • Mutmaßliche Hehlerei: Im Kofferraum entdeckten die Beamten originalverpackte Kleidung und Elektroartikel, bei denen es sich aller Voraussicht nach um Diebesgut handelt.

Nachdem der Tatverdächtige die notwendigen polizeilichen Maßnahmen – darunter eine richterlich angeordnete Blutentnahme – über sich ergehen lassen musste, wurde er mangels akuter Haftgründe vorerst wieder auf freien Fuß gesetzt.

Dringender Zeugenaufruf: Wer wurde gefährdet?

Die Polizeiinspektion Aschaffenburg führt nun ein umfangreiches Ermittlungsverfahren, unter anderem wegen eines verbotenen Kraftfahrzeugrennens, Gefährdung des Straßenverkehrs und Diebstahls. Für das Strafverfahren sind die Aussagen von Betroffenen von entscheidender Bedeutung.

Die Polizei fragt: Wer hat die Verfolgungsjagd am Freitagvormittag beobachtet? Welche Fußgänger, Radfahrer oder Autofahrer wurden durch die Fahrweise des grauen VW Polo gefährdet, mussten ausweichen oder zur Seite springen?

Hinweise gesucht: Geschädigte und Zeugen werden dringend gebeten, sich unter der Telefonnummer 06021/857-2230 mit der Polizeiinspektion Aschaffenburg in Verbindung zu setzen.


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