Auf der blanken Felge zur Unfallflucht: 69-jähriger Raser mit über zwei Promille gestoppt
BAD NEUSTADT AN DER SAALE / HOHENROTH – Ein brandgefährlicher Fall von absolutem Kontrollverlust im Straßenverkehr hat sich am Sonntagnachmittag im Landkreis Rhön-Grabfeld abgespielt. Ein 69-jähriger Rentner raste mit seinem Toyota über eine Verkehrsinsel, rasierte ein Schild ab und flüchtete anschließend kilometerweit auf der blanken Felge. Dank des schnellen und vorbildlichen Handelns aufmerksamer Zeugen konnte der schwer alkoholisierte Mann rasch von der Polizei gestoppt werden.
Der schwere Vorfall ereignete sich am Sonntag (31. Mai 2026) gegen 16:30 Uhr auf einer viel befahrenen Pendlerstrecke.
Verkehrsinsel überrollt und Schild abrasiert
Nach den bisherigen Ermittlungen der Polizei war der 69-Jährige auf der Staatsstraße 2292 von Bad Neustadt an der Saale kommend in Fahrtrichtung Hohenroth unterwegs. Auf halber Strecke verlor der Mann die Kontrolle über seinen Toyota: Der Wagen kam von der Fahrbahn ab und bretterte mit voller Wucht über eine dortige Verkehrsinsel.
Der Aufprall war so heftig, dass ein fest verankertes Verkehrszeichen komplett aus der Verankerung gerissen und zerstört wurde. Obwohl der Toyota bei dem Crash im Frontbereich und an den Reifen massiv beschädigt wurde, dachte der Rentner gar nicht daran, anzuhalten. Er gab stattdessen Gas und versuchte, unerkannt vom Unfallort zu flüchten.
Zeugen reagieren perfekt – Polizei stoppt Felgen-Fahrt
Mehrere Autofahrer beobachteten den spektakulären Unfall und die anschließende Unfallflucht. Sie zögerten keine Sekunde, wählten den Notruf und gaben der Einsatzzentrale eine präzise Beschreibung des flüchtenden Wagens sowie die aktuelle Fahrtrichtung durch.
Mehrere Streifenwagen der Polizeiinspektion Bad Neustadt leiteten sofort eine Nahbereichsfahndung ein. Lange mussten die Beamten nicht suchen: Der Toyota hatte durch den Unfall einen Reifen komplett verloren. Der 69-Jährige setzte seine Amokfahrt mit einem platten Reifen und letztlich auf der blanken, funkensprühenden Metallfelge fort, bis ihn eine Streifenbesatzung endgültig einkesseln und stoppen konnte.
Über zwei Promille: Führerschein noch vor Ort weg
Beim Öffnen der Fahrertür schlug den Polizisten bereits heftiger Alkoholgeruch entgegen. Ein vor Ort durchgeführter Atemalkoholtest bestätigte den schlimmen Verdacht: Der Rentner hatte deutlich über zwei Promille Alkohol im Blut.
Die Konsequenzen für den Senioren sind drastisch:
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Führerscheinentzug: Das Dokument wurde von den Beamten noch an Ort und Stelle beschlagnahmt. Dem Mann wurde das Führen jeglicher fahrerlaubnispflichtiger Fahrzeuge mit sofortiger Wirkung untersagt – ein Verbot, das bis zu einer rechtskräftigen gerichtlichen Entscheidung bestehen bleibt.
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Strafverfahren: Die Polizei leitete ein Ermittlungsverfahren wegen des dringenden Verdachts der Gefährdung des Straßenverkehrs infolge von Alkohol sowie wegen unerlaubten Entfernens vom Unfallort ein.
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Hoher Sachschaden: Der Gesamtschaden an der zerstörten Verkehrsinsel und dem nunmehr schrottreifen Toyota beläuft sich nach ersten Schätzungen auf rund 3.000 Euro.
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