Würzburg bringt die kommunale Wärmeplanung auf den Weg – Wie wollen und können wir in Zukunft heizen?
WÜRZBURG – Die Stadt Würzburg hat die Ergebnisse ihrer kommunalen Wärmeplanung veröffentlicht, um das Ziel der Klimaneutralität bis zum Jahr 2040 zu erreichen. Eine umfassende Analyse der Ramboll Deutschland GmbH zeigt dabei auf, wie die Wärmeversorgung schrittweise von fossilen Energieträgern wie Öl und Erdgas auf erneuerbare Quellen umgestellt werden kann.
Die datenreiche Bestandsanalyse ermittelte für das Stadtgebiet einen Endenergiebedarf von etwa 1.760 GWh/a. Derzeit ist Erdgas mit einem Anteil von 60 % der Hauptenergieträger, gefolgt von Fernwärme und Heizöl. Den größten Verbrauch verzeichnet der Sektor Gewerbe, Handel, Dienstleistungen und Industrie, dicht gefolgt vom Wohnsektor. Um diese Abhängigkeit zu verringern, untersuchten Experten lokale Potenziale wie Biomasse, Geothermie, Fluss- und Grundwasser, Abwärme sowie Solarthermie. Die Studie legt dar, dass insbesondere Solarthermie, oberflächennahe Geothermie und das Flusswasser die größten Potenziale für Würzburg bieten (Details unter www.wuerzburg.de/waermeplanung).
Im abschließenden Zielszenario wurde das Stadtgebiet in 52 sogenannte „Cluster“ unterteilt, die kartografisch in verschiedene Versorgungsbereiche gegliedert sind. Diese Karte unterscheidet zwischen bestehenden und geplanten Fern- und Nahwärmegebieten, Prüfgebieten sowie Bereichen für dezentrale Lösungen. Die Einteilung gibt Aufschluss darüber, welche Versorgungsart unter Berücksichtigung von Wirtschaftlichkeit, Versorgungssicherheit und Treibhausgasreduktion an welchem Standort die größten Vorteile bietet. Als zentraler Hebel zur Senkung des Gesamtbedarfs wird zudem die Gebäudesanierung angeführt.
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