„Verborgene Schätze“: Landkreis Schweinfurt ruft zur digitalen Pflanzenjagd auf
LANDKREIS SCHWEINFURT – Mit dem neuen Bürgerforschungsprojekt „Verborgene Schätze“ möchte der Landschaftspflegeverband (LPV) die botanische Vielfalt der Region erfassen. Mithilfe der App „Flora Incognita“ können Naturbegeisterte ab sofort seltene Pflanzenarten aufspüren und so einen wertvollen Beitrag zum Naturschutz leisten, ohne selbst Botanik-Experten sein zu müssen.
Das Projekt konzentriert sich bewusst auf Flächen außerhalb bekannter Schutzgebiete, wie etwa Wegränder, Hecken oder Streuobstwiesen. Da professionelle Kartierungen oft nur bestehende Biotope abdecken, hofft der LPV auf die Augen der Bürger, um bisher unbekannte Standorte seltener Arten zu entdecken. Unterstützt wird das Vorhaben durch Fördermittel von Lotto Bayern und die Untere Naturschutzbehörde.
Digitale Bestimmungshilfe für jedermann
Die Handhabung ist denkbar einfach: Ein Foto der Blüte oder der Blätter genügt, und die KI-gestützte App „Flora Incognita“ identifiziert die Pflanze mit hoher Genauigkeit. Damit die Funde inklusive Standortdaten direkt beim LPV für die Auswertung landen, müssen sich Teilnehmer innerhalb der App für das spezifische Projekt „Verborgene Schätze Landkreis Schweinfurt“ anmelden. Eine Anleitung hierzu findet sich auf der Webseite des Verbands unter www.lpv-sw.de.
Wichtige Verhaltensregeln in der Natur
Trotz des Forscherdrangs stehen der Schutz der Pflanzen und der Respekt vor Eigentum an erster Stelle:
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Nur gucken, nicht pflücken: Seltene Arten dürfen keinesfalls entfernt werden.
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Regeln beachten: Privatgrundstücke und Betretungsverbote in Schutzgebieten sind zu respektieren; das Wegegebot bleibt bestehen.
Einladung zum Workshop in Gochsheim
Wer tiefer in die Welt der KI-gestützten Artbestimmung eintauchen möchte, ist herzlich zu einem Workshop eingeladen. Am Sonntag, 3. Mai, um 14:00 Uhr am Flugplatz in Gochsheim erfahren Interessierte alles über die Funktionsweise der App und weitere Möglichkeiten der digitalen Bürgerforschung. Der LPV hofft auf eine rege Beteiligung, um die Naturschutzplanung im Landkreis künftig noch gezielter gestalten zu können.
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