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Schweinfurter Richter wird Cybercrime-Ermittler

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SCHWEINFURTDer Bayerische Staatsminister der Justiz, Georg Eisenreich, hat den Richter am Landgericht Schweinfurt, Alexander Schwarz, mit Wirkung vom 1. August 2025 zum Staatsanwalt als Gruppenleiter ernannt. Er wird künftig in der bei der Generalstaatsanwaltschaft Bamberg angesiedelten Zentralstelle Cybercrime Bayern (ZCB) zur Verfolgung von Internet-Kriminalität eingesetzt.

Der in Schweinfurt aufgewachsene Alexander Schwarz (35) begann seine berufliche Laufbahn nach Jurastudium in Würzburg und Referendariat in Schweinfurt im Jahr 2017 zunächst als Proberichter beim Verwaltungsgericht Würzburg. Bereits 2018 wechselte er in den Bereich der Ordentlichen Gerichtsbarkeit als Staatsanwalt bei der Staatsanwaltschaft Würzburg. Mit Wirkung vom 16. Juli 2020 wurde er zum Richter am Landgericht Schweinfurt ernannt, wo er zuletzt als Beisitzer in der Großen Straf- und Schwurgerichtskammer Strafsachen bearbeitete.


Die Zentralstelle Cybercrime Bayern (ZCB)

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Die im Jahr 2015 ins Leben gerufene ZCB ist bayernweit für die Bearbeitung herausgehobener Ermittlungsverfahren im Bereich der Cyberkriminalität zuständig. Unterstützt von IT-Forensikern ermitteln technisch und ermittlungstaktisch geschulte Staatsanwältinnen und Staatsanwälte etwa bei Angriffen auf bedeutende Wirtschaftszweige oder bei Verfahren aus der organisierten Kriminalität, seit 2018 zudem im Bereich der Wirtschaftscyberkriminalität.

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Die bearbeiteten Fälle sind vielfältig: Sie reichen von Hackerangriffen über Fälle des Internetbetrugs durch professionelle Fake-Shops und auf Cybertrading-Plattformen bis hin zum Handel mit Waffen, Drogen, Falschgeld und Kinderpornographie im Darknet. Zur noch effektiveren Bekämpfung der letztgenannten, besonders abscheulichen Erscheinungsform der Internetkriminalität wurde 2020 eigens das der ZCB angegliederte „Zentrum zur Bekämpfung von Kinderpornographie und sexuellem Missbrauch im Internet (ZKI)“ gegründet.

Ermittlungserfolge bleiben nicht aus: So müssen sich seit dem 28. Juli 2025 zwei hochrangige Mitglieder eines internationalen Betrügernetzwerks vor der Cyber-Wirtschaftsstrafkammer des Landgerichts Bamberg wegen gewerbs- und bandenmäßigen Betrugs verantworten. Der Vorwurf: Investmentbetrug an hunderten Investoren mit einem Schaden von geschätzt 10 Millionen Euro.

„Es ist liegt in höchstem gesellschaftlichem Interesse, dass Polizei und Justiz mit den Kriminalitätsmustern des 21. Jahrhunderts Schritt halten“, erklärt Landgerichtspräsident Franz Truppei. Umso mehr freue es ihn, dass ein tüchtiger Schweinfurter Richter Gelegenheit erhalte, seine Fähigkeiten als Strafverfolger hier einzubringen.

Hintergrundinformationen

Entsprechend des in der bayerischen Justiz üblichen Laufbahnwechsels leisten nahezu alle bayerischen Richterinnen und Richter der ordentlichen Gerichtsbarkeit zu Beginn ihrer beruflichen Tätigkeit auch Dienst als Staatsanwältin oder Staatsanwalt. Auch im weiteren Karriereverlauf ist ein Wechsel zwischen Gericht und Staatsanwaltschaft eine gängige berufliche Entwicklungsmöglichkeit, um sich für höhere Positionen zu qualifizieren.


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