Naturschutz-Baumaßnahme am Rothenbachsee abgeschlossen
VOLKACH. Nach mehreren Wochen harter Arbeit und dem Einsatz von etwa 3.500 Kubikmetern Erde sowie weiteren Materialien wie Steinen und Stahlbewehrungen ist die Umweltbaumaßnahme am Rothenbachsee nun abgeschlossen.
Zur offiziellen Inbetriebnahme begutachteten die Fachreferenten der Unteren Naturschutzbehörde, Felix Pfeifer und Jonas Braun, zusammen mit Volkachs Erstem Bürgermeister Heiko Bäuerlein und Bauhof-Chef Harald Troll die erfolgreiche Umsetzung.
Ziel der Maßnahme war die ökologische Aufwertung des Rothenbachsees, während gleichzeitig die Uferböschung zur Staatsstraße vor der Unterhöhlung durch Biber gesichert und die Bewirtschaftbarkeit des Abflusses gewährleistet werden sollte. Das Projekt verfolgte das langfristige Ziel, den Rothenbachsee als wichtigen Lebensraum für Amphibien und Vögel zu erhalten. Nach der Fertigstellung sind sich alle Beteiligten sicher, dass dieses Ziel erreicht wurde, sodass einer extensiven Bewirtschaftung des Sees nun nichts mehr im Wege steht. Zudem konnte mit dem Bodenaushub der Baustelle des Feuerwehrhauses Obervolkach eine kostengünstige Lösung gefunden werden, um die Verbauung am See ohne zusätzliche LKW-Fahrten umzusetzen.
Bei der Besichtigung freuten sich die Fachreferenten, dass die Arbeiten rechtzeitig abgeschlossen werden konnten und der See nun zur Amphibien-Laichzeit ausreichend Wasser führt. Auch verschiedene Wasservögel, wie Entenarten, Taucher und Greifvögel, zogen bei der offiziellen Eröffnung ihre Runden im und über dem Wasser.
„Diese Naturschutz-Maßnahme trägt dazu bei, ein wertvolles Ökosystem langfristig zu erhalten und stärkt zugleich unser städtisches Öko-Konto“, so Bürgermeister Heiko Bäuerlein. Zudem betonte er, dass präventiv gehandelt wurde, um den Biber und andere Nager daran zu hindern, die Staatsstraße durch ihre Baumaßnahmen weiter zu unterhöhlen. Zur Sicherung der Böschung wurden sowohl Baustahlmatten als auch Flussbausteine eingesetzt, die bis auf den Grund des Sees reichen, um eine weitere Unterhöhlung zu verhindern.
Die gesamten Investitionskosten für die Maßnahme belaufen sich auf rund 70.000 Euro, von denen 70 Prozent durch die Untere Naturschutzbehörde gefördert werden. Darüber hinaus wird die Seefläche nun im Ökopunkte-Konto der Stadt bilanziert.
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