Malteserinnen und Malteser ausgezeichnet: Facettenreich im Dienst am Mitmenschen
WÜRZBURG – Zu Beginn der Ehrung von insgesamt zehn Persönlichkeiten, die sich seit vielen Jahren beziehungsweise Jahrzehnten dem Malteser Hilfsdienst verschrieben haben, würdigte Bürgermeister Martin Heilig die Institution als solche: „Die Malteser gehören seit 60 Jahren zum Rückgrat des Bevölkerungsschutzes in Würzburg. Was 1962 mit Erste-Hilfe-Kursen begann, ist heute ein starkes Gefüge aus haupt- und ehrenamtlichem Engagement – getragen von rund 500 Frauen und Männern, die bereit sind, im entscheidenden Moment einzuspringen: im Sanitätsdienst, in der Betreuung, in der psychosozialen Unterstützung.“
Durch die Würdigung der unterschiedlichen Malteser-Biografien ergab sich in der Summe eine beeindruckende Leistungsschau. Einzelne Personen leisten Erstaunliches, aber auch die Hilfsorganisation hat ihr Spektrum immer wieder erweitert und ist heute auf vielen Feldern unverzichtbar.
Für 25 Jahre Dienst bei den Maltesern wurde Bastian Samfaß ausgezeichnet. Er hat sich vom ehrenamtlichen Sanitätshelfer über den Rettungsassistenten bis zum Leiter der Psychosozialen Notfallseelsorge kontinuierlich weitergebildet. Bürgermeister Heilig zeigte sich von dieser Entwicklung tief beeindruckt.
Auch Monika Selbach engagiert sich seit 25 Jahren bei den Maltesern. Die gelernte Kinderpflegerin und später ausgebildete Gesundheits- und Krankenpflegerin brachte ihre Kompetenzen in den Katastrophenschutz ein. Als Zugführerin organisierte sie Fortbildungen und engagierte sich für die Teilnahme von Menschen mit Behinderungen an Wallfahrten, etwa nach Rom.
Dr. Thomas Jarausch war über Jahrzehnte als Notarzt auf dem Rettungshubschrauber Christoph 18 im Einsatz. Der Facharzt für Anästhesiologie brachte sich darüber hinaus als Referent, Sprecher und durch die Einführung neuer medizinischer Verfahren bei den Maltesern ein – etwa mit der Narkoseeinführung auf der Malteser-Wache, ein bundesweites Novum.
Steffen Unkhoff war seit 2004 ein verlässlicher Teil des Fernmeldezuges, unter anderem bei Katholikentagen und Hochwasserlagen. Neben seiner technischen Kompetenz hat er sich auch tief in den Sanitätsdienst eingearbeitet.
Auch Dr. Udo Zeisel wurde für 25 Jahre Dienst geehrt. Er ist nicht nur Notarzt bei den Maltesern und Johannitern, sondern auch als Vorsitzender des Gesundheitspolitischen Arbeitskreises (GPA) in der Region aktiv und bringt medizinische Themen öffentlich zur Sprache.
Für 40 Jahre Engagement wurde Mathias Schmid ausgezeichnet. Von 1993 bis 2000 war er Zugführer des 1. Sanitätszugs. Trotz organisatorischer Verantwortung blieb ihm der direkte Einsatz – etwa im Hausnotrufdienst – stets wichtig.
Gabriele Poßmayer engagiert sich seit 40 Jahren, insbesondere im Schwesterhelferinnenzug und bei der Organisation von spirituellen Veranstaltungen wie der Altötting-Wallfahrt. Im Besuchs- und Begleitdienst spendet sie vielen Menschen Trost und Zuwendung.
Ein halbes Jahrhundert Malteser-Erfahrung vereinen Klaus Quitschau und Martina Mirus. Quitschau führte mehrfach Sanitätszüge, war bei zahlreichen Einsätzen aktiv und organisierte über Jahre die Busfahrten nach Altötting, wodurch Menschen mit Einschränkungen besondere Erlebnisse ermöglicht wurden.
Martina Mirus begann 1975 mit einem Schwesternhelferinnenkurs und war in der Folge eine treibende Kraft in der Organisation: als erste Diözesanoberin, als Wegbereiterin für den Hospiz- und Besuchsdienst und als langjährige Vertreterin der Helferschaft im Malteser-Bundespräsidium. 2024 wurde sie zur Diözesanleiterin der Malteser in Würzburg berufen – als höchste Ehrenamtliche in Unterfranken.
Manfred Kirst konnte seine Ehrung für 25 Jahre nicht persönlich entgegennehmen. Er ist als Organisatorischer Leiter Rettungsdienst aktiv und setzt sich besonders für ein gutes Miteinander von haupt- und ehrenamtlichen Kräften ein.
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