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Gemeinsamer Schutz von Wildtieren: Rücksichtnahme während der Brut- und Setzzeit

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LANDKREIS SCHWEINFURT – Mit dem Einzug des Frühlings beginnt in der heimischen Natur eine besonders sensible Phase: die Brut- und Setzzeit. Ob Rehe, Hasen, Wildschweine oder Vögel – viele Wildtiere erwarten derzeit Nachwuchs oder ziehen diesen bereits auf. Die Untere Naturschutzbehörde am Landratsamt Schweinfurt bittet daher alle Bürgerinnen und Bürger um erhöhte Aufmerksamkeit und rücksichtsvolles Verhalten in Wald und Flur.

Jungtiere sind in den ersten Lebenswochen extrem schutzbedürftig. Bereits geringfügige Störungen durch den Menschen oder frei laufende Hunde können lebensgefährliche Folgen haben. So führt das Aufscheuchen von Vögeln oft dazu, dass Gelege auskühlen und absterben.

Wichtige Verhaltensregeln für Naturfreunde

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Um die Wildtiere in dieser Phase zu unterstützen, gibt die Untere Naturschutzbehörde klare Handlungsempfehlungen für Spaziergänger und Radfahrer:

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  • Auf den Wegen bleiben: Das Verlassen befestigter Wege stört die Rückzugsräume der Tiere massiv.

  • Hunde an die Leine: Besonders in Waldnähe und auf Wiesen sollten Hunde angeleint bleiben, um Wildtiere nicht in Stress zu versetzen.

  • Abstand halten: Wer ein Jungtier entdeckt, sollte Ruhe bewahren und sich langsam zurückziehen.

  • Nicht berühren: Jungtiere dürfen niemals angefasst oder mitgenommen werden.

Tarnung ist kein Verlassenheitsmerkmal

Rehkitze, Junghasen oder Frischlinge setzen in den ersten Wochen gezielt auf Tarnung und verharren bei vermeintlicher Gefahr regungslos im hohen Gras oder Unterholz. „Für Spaziergänger wirken sie deshalb oftmals verlassen. Tatsächlich sind die Muttertiere meist in der Nähe und kehren regelmäßig zurück“, erklärt Philipp Keller, Leiter der Unteren Naturschutzbehörde.

Ein Eingreifen durch den Menschen oder die Störung durch einen Hund führt oft dazu, dass die Muttertiere ihren Nachwuchs nicht mehr annehmen oder die Jungtiere ihr sicheres Versteck zu früh verlassen.

Zeitplan der Natur

Die Nachwuchssaison beginnt bereits Ende Februar mit den ersten Junghasen. Ab Ende April werden vermehrt Rehkitze in Wiesen und an Waldrändern abgelegt, während Wildschweine ihre Frischlinge im schützenden Unterholz aufziehen. Gleichzeitig nutzen Vögel sowohl Bäume als auch die freie Feldflur als Brutplätze. Ein rücksichtsvolles Miteinander sichert langfristig die biologische Vielfalt im Landkreis.

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