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Es ist ein Hin und Her: Regierung von Unterfranken spricht erneut „Alarm“ für den Main aus

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WÜRZBURG – Die Regierung von Unterfranken hat erneut die Warnstufe „Alarm“ für den Meldebereich 1 des Mains ausgesprochen. Betroffen ist der Abschnitt von der Landesgrenze zu Hessen bei Kahl (Main-km 66,6) bis WÜRZBURG (Main-km 252,3). Anlass ist ein akut aufgetretenes Sauerstoffdefizit in diesem Flussabschnitt.

Während der ersten Alarmphase wurden Wassertemperaturen von bis zu 29,2°C gemessen, was zusammen mit starker Sonneneinstrahlung zu einem übermäßigen Algenwachstum führte. Diese Algenmasse stirbt derzeit massiv ab. Zusätzlich tragen Stoffeinträge durch die jüngsten starken Regenfälle zum erhöhten Sauerstoffverbrauch bei. Besonders in der Nacht kam es dadurch zu einem rapiden Sauerstoffabfall – in Kahl am Main lag der Gehalt stundenweise unter 4 mg/l.

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Zur Gegensteuerung aktivierte der Betreiber des Kraftwerks Kleinostheim, die Firma Uniper, die Turbinenbelüftung, um lokal sauerstoffreichere Zonen für Wassertiere zu schaffen.

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Der Abfluss im Main bleibt ein weiteres Problem. An der Messstelle Trunstadt beträgt das Drei-Tages-Mittel lediglich 38 Kubikmeter pro Sekunde. Eine zusätzliche Wasserführung aus dem Main-Donau-Kanal mit aktuell 10 Kubikmetern pro Sekunde stabilisiert die Situation derzeit noch etwas. Doch durch die Trockenheit im Donaugebiet droht auch hier eine Reduzierung.

Alle Maßnahmen, die zu weiterer Belastung des Mains führen könnten – wie Baggerarbeiten oder Schlammräumungen – sind zu unterlassen, es sei denn, sie sind zwingend notwendig zur Aufrechterhaltung der Verkehrssicherheit auf der Wasserstraße. Auch Kläranlagen dürfen nicht außer Betrieb genommen werden, etwa für Wartungen.

Die Kreisverwaltungsbehörden wurden gebeten, die Betreiber von Kläranlagen und Industriebetrieben direkt zu informieren. Alle Einleiter werden aufgefordert, mit besonderer Sorgfalt zu arbeiten und Betriebsstörungen zu vermeiden.

Für den Meldebereich 2, also den Abschnitt von WÜRZBURG bis BAMBERG (Main-km 252,3 bis 384,2), bleibt weiterhin die Warnstufe „Vorwarnung“ bestehen. Zwar hat sich die Wassertemperatur an der Messstelle Trunstadt etwas entspannt, doch auch hier sinken die Sauerstoffwerte und liegen aktuell bei nur noch 6,0 mg/l. Die geringe Wasserführung von 38 Kubikmetern pro Sekunde ist ebenfalls Grund für die Aufrechterhaltung der Vorwarnstufe.


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