Erster Bürgermeister Christian Keller für die Gemeinde Grafenrheinfeld zum Planfeststellungsbeschluss für den Sand- und Kiesabbau
GRAFENRHEINFELD – Bürgermeister Christian Keller hat sich nach dem Planfeststellungsbeschluss zum weiteren Sand- und Kiesabbau mit einem dringenden Appell an die Öffentlichkeit und insbesondere an die Grundstückseigentümer gewandt. Der Beschluss sieht den Abbau auf weiteren 45 Hektar vor, was die Gemeinde vor massive Herausforderungen stellt und tiefe Sorgen um den Erhalt der verbliebenen Kulturlandschaft auslöst. Keller betonte jedoch mit Nachdruck, dass die Genehmigung kein Selbstläufer sei, da ein Abbau nur möglich ist, wenn die betroffenen Eigentümer ihre Flächen tatsächlich verkaufen oder verpachten.
In seiner Stellungnahme verwies der Bürgermeister auf die bereits erbrachten Opfer der Gemeinde, die seit den 1970er-Jahren mehr als die Hälfte ihrer ursprünglichen landwirtschaftlichen Nutzfläche verloren hat. Allein 110 Hektar wurden bisher für die Rohstoffversorgung der regionalen Bauwirtschaft bereitgestellt – ein Beitrag, der laut Keller weit über dem Durchschnitt liegt und nun an eine Belastungsgrenze stößt. Die Gemeinde sieht es als ihre Pflicht an, die restlichen Flächen für die Landwirtschaft und kommende Generationen zu schützen, da eine Wiederherstellung der ursprünglichen Bodenqualität nach einer Ausbeutung nicht möglich sei.
Die Gemeindeverwaltung wird den vorliegenden Beschluss nun einer sorgfältigen juristischen und fachlichen Prüfung unterziehen, um weitere Schritte zur Wahrung der kommunalen Interessen abzuwägen. Christian Keller unterstrich, dass das Handeln der Gemeinde nicht als Blockade der Bauwirtschaft, sondern als legitimer Schutz der eigenen Lebensgrundlagen zu verstehen sei. Letztlich liege die Entscheidung über die Zukunft der Grafenrheinfelder Flur nun in den Händen der Bürgerinnen und Bürger, die über das Schicksal ihrer Grundstücke entscheiden müssen.
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