Freilandmuseum Fladungen zeigt traditionelle Methoden zum Haltbarmachen

FLADUNGEN, LKR. RHÖN-GRABFELD – Beim Thementag „Jetzt geht’s ans Eingemachte!“ dreht sich am Sonntag, 13. September, im Fränkischen Freilandmuseum Fladungen alles um traditionelle Methoden der Vorratshaltung. Von 10 bis 17 Uhr können Besucherinnen und Besucher bei Mitmachaktionen, Workshops, Führungen und Vorträgen verschiedene Techniken kennenlernen und selbst ausprobieren.
Im Mittelpunkt steht das Haltbarmachen von Lebensmitteln, das früher eine wichtige Voraussetzung für die Versorgung über das ganze Jahr war. An verschiedenen Stationen auf dem Museumsgelände können unter anderem Marmelade gekocht, Gewürzgurken eingelegt und Kräutersalz gemischt werden. Auch das Herstellen von Butter sowie verschiedene Teeaufgüsse gehören zum Programm.

Eine besondere Rolle spielt in diesem Jahr das Fermentieren. In einem Workshop mit Astrid Seifen wird frisches Kraut gestampft und anschließend können verschiedene Fermente probiert werden.

Auch die Haltbarmachung tierischer Lebensmittel wird thematisiert. Metzgermeisterin Barbara Fink zeigt unter dem Motto „Salzen, Wursten, Räuchern“ verschiedene Methoden zur Konservierung von Fleisch. Verkostung und Verkauf ergänzen das Angebot. Der Angelsportverein Ostheim ist ebenfalls mit einem Räucherofen vor Ort und bietet frisch geräucherten Fisch an.
Rund um Honig und Bienenprodukte informiert Sonja Heinemann. Neben verschiedenen Honigsorten gibt es Wissenswertes zu den Produkten sowie Oxymel. Zudem werden Erzeugnisse aus der Kräuterwerkstatt, Bienenwachsprodukte, Salben und Tinkturen angeboten.
Im historischen Dörrhäuschen erfahren Besucher, wie Obst früher ohne elektrische Geräte haltbar gemacht wurde. Gedörrte Apfel-, Birnen- und Zwetschgenschnitze können probiert werden. Außerdem gibt es ein Dörr-Quiz. Heidrun Luther von der Gärtnerei Luther bietet verschiedene Sirups und Wildfrucht-Getränke zur Verkostung an.
Auch die historische Brennerei ist geöffnet. Museumsbrenner Michael Weber erläutert dort die Herstellung von Edelbränden. Verkostung und Verkauf der Produkte sind ebenfalls möglich.
Das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten informiert am Stand „Gut gewappnet für den Notfall – Private Vorratshaltung“ darüber, welche Bedeutung Lebensmittelvorräte in besonderen Situationen haben können.
Historische Hintergründe vermittelt die Führung „Heute ‚in‘, früher Alltag – Selbstversorgung auf dem Land“. Bei Rundgängen durch das Museum werden traditionelle Methoden der Vorratshaltung und Selbstversorgung vorgestellt. Die Führungen beginnen um 11 und 14 Uhr.
Ergänzend gibt es im Obergeschoss des Truchsess-Hauses aus Oberhohenried mehrere jeweils 30-minütige Kurzvorträge. Themen sind „Mit Wildfrüchten gestärkt durch den Winter“, „Fermentieren gegen Lebensmittelverschwendung“, „Die Kunst der Wildkräuter-Fermentation“ sowie „Oxymel & Honig – süß, sauer und erstaunlich haltbar“.

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