Für eine optimale Versorgung krebskranker Kinder: Auftakt der KioNet-Roadshow am Uniklinikum Würzburg

WÜRZBURG – Das Kinderonkologische Netzwerk Bayern (KioNet, www.kionet-bayern.de) veranstaltet vom 15. bis 17. Juli 2025 eine Roadshow, um über die Arbeit und Zielsetzung des Netzwerks zu informieren. Im Zusammenschluss der kinderonkologischen Abteilungen der Universitätsklinika Augsburg, Erlangen, Regensburg, Würzburg sowie der LMU und TU München steht vor allem eines im Zentrum: Krebskranke Kinder und Jugendliche sollen wohnortnah bestmöglich betreut werden – medizinisch wie auch psychosozial.
Den Auftakt der Roadshow bildete der 2. Bayerische Kinderkrebstag am 15. Juli. Die psychosoziale Versorgung war dabei Schwerpunkt der Veranstaltung an der Würzburger Universitäts-Kinderklinik. Das psychosoziale Team unter der Leitung von Dr. Lisa Schubert lud betroffene Familien sowie interessierte Besucherinnen und Besucher zu einem praxisnahen Programm ein. Zwischen 11:00 und 13:30 Uhr boten Stände im und vor dem Klinikgebäude ein familienfreundliches Mitmachangebot – mit Bewegungs- und Kreativtherapie sowie zahlreichen Informationen rund um das Thema psychosoziale Betreuung.

Unterstützt wurde die Veranstaltung von der Elterninitiative Regenbogen für leukämie- und tumorkranke Kinder Würzburg e.V., die seit vielen Jahren eine wichtige Rolle bei der Finanzierung psychosozialer Angebote an der Kinderklinik des Universitätsklinikums Würzburg (UKW) spielt.

Prof. Dr. Matthias Eyrich, Leiter des Kinderonkologischen Zentrums am UKW, nutzte seine Begrüßung für zwei zentrale Appelle an die Politik: Die psychosoziale Versorgung solle endlich in die Regelversorgung überführt werden – bislang ist sie oft auf Spenden angewiesen. Zudem sprach sich Eyrich für die Einführung einer gesetzlichen Kinderpflegezeit aus, um Eltern die notwendige finanzielle Sicherheit in der schwierigen Phase der Erkrankung ihres Kindes zu geben.
Thomas Eberth, Landrat des Landkreises Würzburg, würdigte das Engagement aller Beteiligten:
„Es braucht genau diesen ganzheitlichen Ansatz, diese Vernetzung, um Halt und Heilung zu geben.“
Auch Prof. Dr. MARKUS METZLER, stellvertretender Direktor der Kinderklinik des Universitätsklinikums Erlangen und Sprecher von KioNet, betonte die Erfolge der Netzwerkarbeit:
„Die Bilanz nach sieben Jahren zeigt klar: Das Ganze ist viel mehr als die Summe seiner Teile.“
Das Bayerische Zentrum für Krebsforschung (BZKF, www.bzkf.de) ist ebenfalls Partner der Roadshow. Am 17. Juli feiert das BZKF sein fünfjähriges Bestehen. Der Verbund der sechs bayerischen Universitätsstandorte setzt sich für eine flächendeckende, moderne Krebsversorgung ein – für Menschen jeden Alters.

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