Erstmalig Biomarker für „schlafende Schmerznerven“ identifiziert
WÜRZBURG – Einem internationalen Forschungsteam unter maßgeblicher Beteiligung von Professorin Barbara Namer vom Uniklinikum Würzburg ist es gelungen, die molekulare Identität „schlafender Nozizeptoren“ zu entschlüsseln. Die im Fachjournal Cell veröffentlichte Studie identifiziert spezifische Biomarker wie den Oncostatin-M-Rezeptor (OSMR), die eine Schlüsselrolle bei der Entstehung chronischer Nervenschmerzen spielen.
Rund zehn Prozent der Bevölkerung leiden an neuropathischen Schmerzen, bei denen diese speziellen Sensoren oft dauerhaft und ohne erkennbaren Grund Signale aussenden. Durch die Kombination von zellulärer Elektrophysiologie, Einzelzell-Gensequenzierung und humaner Mikroneurographie konnte das Team nachweisen, dass die gezielte Beeinflussung von Strukturen wie dem Ionenkanal Nav1.9 die schmerzauslösende Überaktivität selektiv beruhigen könnte. Diese Entdeckung markiert nach Jahrzehnten der Forschung einen entscheidenden Durchbruch für die Entwicklung präziserer Medikamente, um die Ursachen chronischer Schmerzen direkt in der Peripherie zu behandeln.
Weitere Informationen zur Forschungsgruppe sind unter www.ukw.de zu finden.
Alle Angaben ohne Gewähr!
Fotos sind ggf. beispielhafte Symbolbilder!
Kommentare von Lesern stellen keinesfalls die Meinung der Redaktion dar!
















