Enterokokken im Trinkwasser: Universitätsklinikum Würzburg garantiert sichere Patientenversorgung

WÜRZBURG – Nach dem Nachweis einer bakteriellen Verunreinigung mit Enterokokken im Würzburger Trinkwassernetz hat das Universitätsklinikum Würzburg (UKW) umgehend reagiert. Die Klinikleitung versichert, dass die Patientenversorgung zu jedem Zeitpunkt sichergestellt ist und durch die Verunreinigung nicht beeinträchtigt wird.
Das Klinikum hat bereits am Mittwoch, den 10. Juni 2026, weitreichende Schutzmaßnahmen implementiert, um den hohen Sicherheitsstandard für Patientinnen und Patienten auch unter den aktuellen Bedingungen lückenlos aufrechtzuerhalten.
Umfassende Präventionsmaßnahmen am UKW

Um jegliche Risiken durch das verunreinigte Leitungswasser auszuschließen, wurden auf dem Medizin-Campus folgende Vorkehrungen getroffen:

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Sterilfilter-Einsatz: In besonders sensiblen Bereichen der Patientenversorgung wurden zusätzliche Sterilfilter installiert. Pflegerische und ärztliche Handlungen dürfen nur unter Verwendung von Wasser erfolgen, das über spezielle Legionellenfilter (die bereits zum Standard gehören) entnommen wurde.
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Wundversorgung: Bei der Wundversorgung wird am UKW grundsätzlich und standardmäßig ausschließlich steriles Wasser verwendet. An diesem hohen Qualitätsstandard ändert sich durch die aktuelle Situation nichts.
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Trinkwasser: Auf den Stationen stehen spezielle Trinkbrunnen zur Verfügung, die mit entsprechenden Filtern ausgestattet sind und eine sichere Flüssigkeitsversorgung gewährleisten.
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Speisen: Die bewährten Arbeitsabläufe in der Speisenzubereitung garantieren eine sichere Verpflegung der Patienten.
Eigene Kontrollen eingeleitet
Neben dem laufenden Austausch mit dem zuständigen Wasserversorger hat das UKW als zusätzliche Sicherheitsmaßnahme eigene Wasserproben an verschiedenen Entnahmestellen des Klinikgeländes veranlasst. Die Ergebnisse dieser Untersuchungen stehen derzeit noch aus.
Hintergrund: Was sind Enterokokken?
Enterokokken kommen natürlicherweise in der Darmflora von Mensch und Tier vor. Problematisch sind sie vor allem für immunsupprimierte Personen, da sie bei diesen Patienten Infektionen, beispielsweise in Wunden oder im Blutstrom, auslösen können. Die Bakterien gelten als besonders umweltstabil und weisen gegenüber einigen Antibiotikaklassen natürliche Resistenzen auf, weshalb der konsequente Schutz der Patienten durch die genannten Filtermaßnahmen am UKW oberste Priorität hat.

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