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500.000 Euro für die Erforschung eines neuen Therapieansatzes gegen Alzheimer

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WÜRZBURG – Forschende des Instituts für Klinische Neurobiologie am Universitätsklinikum Würzburg haben einen vielversprechenden neuen Mechanismus zur Eindämmung von Alzheimer identifiziert. Michael Briese und Michael Sendtner entdeckten mit ihrem Team einen bislang unbekannten Weg, die Bildung schädlicher Tau-Ablagerungen in Nervenzellen zu verhindern. Diese Ablagerungen gelten als zentraler Auslöser für neurodegenerative Erkrankungen wie Alzheimer, die Frontotemporale Demenz (FTD) und die amyotrophe Lateralsklerose (ALS).

Im Fokus der Forschung steht das RNA-bindende Protein hnRNP R. Dieses wirkt als gezielter Transporthelfer für die Tau-mRNA, indem es sie in die Axone – die langen Fortsätze von Nervenzellen – befördert. Wird dieser Transportweg unterbrochen, etwa durch Hemmung von hnRNP R, können krankhafte Tau-Ablagerungen in den Axonen vermieden werden, ohne die wichtige Funktion von Tau in den Dendriten zu beeinträchtigen.

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Für diesen innovativen Ansatz erhielten Briese und Sendtner den mit 500.000 Euro dotierten m4 Award des Bayerischen Wirtschaftsministeriums. Dieser Preis würdigt Forschungsprojekte mit Ausgründungspotenzial im Bereich Biomedizin.

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Wesentliche Erkenntnisse führten zur Entwicklung von sogenannten Antisense-Oligonukleotiden (ASOs). Diese künstlich hergestellten Moleküle blockieren gezielt den Transport der Tau-mRNA in die Axone, indem sie die Bindung an hnRNP R verhindern. In Zellkulturen und Mausmodellen zeigte sich ein starker therapeutischer Effekt: Das Fortschreiten der Alzheimer-Erkrankung konnte deutlich gebremst werden.

Der Wirkstoff, der derzeit unter dem Projektnamen „blockALZ/MAPT-ASO“ entwickelt wird, soll in präklinischen Studien weiter getestet und optimiert werden. Ziel ist eine spätere klinische Anwendung. Die Forschenden sehen darin auch Potenzial für weitere Tauopathien wie FTD.

Die Initiative wird vom Servicezentrum Forschung und Technologietransfer (SFT) der Universität Würzburg unterstützt. Bevor es zur Unternehmensgründung und zur Suche nach Investoren kommt, sucht das Forschungsteam noch wissenschaftliche Verstärkung mit Erfahrung im Bereich Stammzellen.

Kontakt für Bewerbungen:
Michael Briese – Briese_M@ukw.de
Michael Sendtner – Sendtner_M@ukw.de

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