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Neue Chancen für Fachkräfte: Aurelia bringt Menschen und Unternehmen zusammen

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SCHWEINFURT – Fach- und Führungskräfte stehen immer häufiger vor der Herausforderung, eine neue berufliche Perspektive zu finden. Die Bildungseinrichtung Aurelia hat ein Konzept entwickelt, das motivierte Menschen mit passenden Unternehmen in der Region zusammenführt.

Der Fachkräftemangel betrifft längst nicht mehr nur einzelne Branchen. Auch Spezialisten und Experten suchen zunehmend nach neuen beruflichen Wegen. Zahlen der Agentur für Arbeit zeigen, dass die Zahl der Arbeitslosen in diesen Gruppen im Bezirk Schweinfurt, zu dem neben Stadt und Landkreis Schweinfurt auch die Landkreise Haßberge, Bad Kissingen und Rhön-Grabfeld gehören, zwischen April 2023 und April 2026 deutlich gestiegen ist. Gleichzeitig ist die Zahl der verfügbaren Stellen zurückgegangen.

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Für viele Betroffene bedeutet die Situation eine berufliche Neuorientierung. Philipp Heidebrecht, Leiter der Bildungseinrichtung Aurelia in Schweinfurt, möchte Fach- und Führungskräfte dabei unterstützen, neue Perspektiven in der Region zu finden. „Die Bereitschaft, die Region für eine neue Stelle zu verlassen, ist in diesen Gruppen besonders hoch“, erklärt Heidebrecht. Viele würden für eine passende Position nach Augsburg, Hamburg oder sogar ins Ausland wechseln.

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Mit einem speziell entwickelten Konzept möchte Aurelia diesem Trend entgegenwirken. In drei Schritten analysieren die Teilnehmer zunächst ihre eigenen Fähigkeiten und beruflichen Möglichkeiten. Gemeinsam wird herausgearbeitet, wie vorhandene Kompetenzen in anderen Bereichen eingesetzt werden können. So können sich beispielsweise neue berufliche Perspektiven ergeben, die zuvor nicht im Blick waren.

Ein zentraler Bestandteil des Programms ist ein mehrmonatiges Praxisprojekt in einem Unternehmen. Für die Firmen entstehen dabei keine Kosten, während die Teilnehmer von Aurelia begleitet werden. Über einen Zeitraum von drei Monaten können beide Seiten herausfinden, ob eine Zusammenarbeit fachlich und persönlich passt.

„Der Mensch steht im Mittelpunkt und muss zur Unternehmenskultur passen“, betont Heidebrecht. Unternehmen könnten dabei eigene Projekte einbringen, die bislang nicht umgesetzt wurden. Teilnehmer entwickeln beispielsweise Marketingkonzepte, erstellen Lastenhefte oder beschäftigen sich mit Prozessoptimierung und dem Einsatz künstlicher Intelligenz.

Auch Daniel Michel, Geschäftsführer der G3-Solution GmbH in Münnerstadt, setzt bei der Personalsuche auf Menschen mit unterschiedlichen beruflichen Hintergründen. Sein Unternehmen beschäftigt zehn Mitarbeiter an mehreren Computer-Outlet-Standorten sowie in einem Systemhaus. Viele seiner Beschäftigten kommen aus anderen Branchen. „Sie haben schon Lebenserfahrung und machen sich anders Gedanken – da stimmt die innere Motivation“, sagt Michel.

Seine Erfahrungen zeigen, dass unterschiedliche berufliche Wege wertvoll sein können. Mitarbeiter aus Handwerk, Bundeswehr oder Pflegeberufen hätten jeweils eigene Stärken und könnten diese im Unternehmen einbringen.

Heidebrecht sieht in lebenslangem Lernen einen wichtigen Schlüssel für die berufliche Zukunft. Veränderungen in der Arbeitswelt erforderten neue Wege und Offenheit. „Das ist der Motor für Transformation. Kreativität und Freiheit sind der Treibstoff dafür“, sagt er. Das Aurelia-Konzept soll dabei helfen, Fachkräfte in der Region zu halten und Unternehmen mit passenden Mitarbeitern zusammenzubringen.


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