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Höchste staatliche Anerkennung: Staatsehrenpreis für zwei landwirtschaftliche Vorzeigebetriebe aus Unterfranken

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WÜRZBURG / UNTERFRANKEN – Große Ehre für den unterfränkischen Bauernnachwuchs: Im Rahmen eines feierlichen Festaktes wurden am 20. Mai 2026 sechs bayerische Betriebe mit dem Staatsehrenpreis für vorbildliche Ausbildung in der Landwirtschaft ausgezeichnet. Gleich zwei der begehrten Trophäen gingen in die Region: an Bernhard und Beate Müller aus Goßmannsdorf (Landkreis Haßberge) sowie an die Scheiner GbR aus Stadelhofen (Landkreis Main-Spessart).

Das Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft, Forsten und Tourismus verleiht den Preis seit 2021. Er würdigt herausragendes Engagement in der Berufsausbildung und dient Jugendlichen gleichzeitig als digitaler Kompass und Orientierungshilfe bei der Suche nach erstklassigen Lehrbetrieben.

Ausbildung mit Herzblut und Verantwortung

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Die unterfränkischen Preisträger zeichnen sich durch ein weit überdurchschnittliches Engagement aus. Sie bereiten die nächste Generation optimal auf die komplexen Herausforderungen der modernen Agrarwirtschaft vor.

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„Dabei vermitteln die Ausbilder nicht nur fachliches Wissen, sondern prägen die jungen Menschen auch persönlich und sind oft lebenslang Vorbild“, betont Anne Lutz, Bildungsberaterin für den Beruf Landwirt/in an der Regierung von Unterfranken.

Die beiden unterfränkischen Vorzeigebetriebe im Porträt

1. Scheiner GbR (Stadelhofen, Landkreis Main-Spessart)

Der Milchviehbetrieb bildet seit 2015 Lehrlinge aus – bislang haben hier 12 Auszubildende ihr Rüstzeug erhalten. Zudem öffnet der Hof einmal pro Woche seine Tore für den Praxistag der Schüler des Berufsgrundschuljahres (BGJ).

  • Das Erfolgsrezept: Betriebsleiter und Ausbilder Martin Scheiner setzt auf gezieltes Fördern und Fordern. Seine Azubis übernehmen schnell eigene Zuständigkeitsbereiche in allen Betriebsteilen, was die Selbstständigkeit und die Motivation massiv stärkt.

2. Familie Bernhard und Beate Müller (Goßmannsdorf, Landkreis Haßberge)

Auf dem spezialisierten Betrieb mit Schweinehaltung wird seit 2014 ausgebildet – auch hier wurden bereits 12 Lehrlinge erfolgreich zum Abschluss geführt.

  • Das Erfolgsrezept: Bernhard Müller holt jeden Jugendlichen individuell dort ab, wo er steht. Für ihn ist der Staatsehrenpreis eine Auszeichnung für die gesamte Familie. Genau wie Martin Scheiner engagiert sich auch Müller im Prüfungsausschuss und weiß exakt, worauf es ankommt. Ob ein Azubi selbst vom Bauernhof stammt oder Quereinsteiger ist, spielt für ihn keine Rolle – die Leidenschaft für den Beruf zählt.

Trend zum Quereinstieg: Landwirtschaft bleibt im Trend

Aktuell befinden sich in Unterfranken 155 junge Menschen in der Ausbildung zur Landwirtin oder zum Landwirt. Während 111 von ihnen die klassische betriebliche Ausbildung durchlaufen, haben im vergangenen September 44 Jugendliche ihr Berufsgrundschuljahr (BGJ) an den Berufsschulstandorten in Schweinfurt und Ochsenfurt gestartet.

Auffällig ist laut Bildungsberaterin Anne Lutz ein klarer Trend: Der Anteil an Auszubildenden, die nicht aus der klassischen Landwirtschaft stammen, sondern als Quereinsteiger den Weg in den Beruf finden, nimmt seit Jahren kontinuierlich zu.

Beratung und Informationen

Wer sich für eine Ausbildung in der Land- oder Hauswirtschaft interessiert, erhält detaillierte Informationen bei den örtlichen Ämtern für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) sowie direkt bei der Regierung von Unterfranken (Sachgebiet 61).


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