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BioBotschafter/-innen vermitteln ökologische Landwirtschaft an Auszubildende auf dem Erlebnisbauernhof Wiesmühle

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NIEDERWERRNAm 3. Juli fand auf dem Erlebnisbauernhof Wiesmühle bei Niederwerrn ein erster, erfolgreicher Praxistag im Rahmen des Projekts BioBotschafter/-innen im Landkreis Schweinfurt statt. Zwei Berufsschulklassen der Fachrichtung Landwirtschaft des staatlichen beruflichen Schulzentrums Alfons Goppel (BGJ und Klasse 11) nutzten die Gelegenheit, praxisnahe Einblicke in die ökologische Landwirtschaft zu gewinnen.

Das Projekt „BioBotschafter/-innen“, welches vom Junges Bioland e.V. und dem Landkreis Heidenheim initiiert wurde, verfolgt das Ziel, Auszubildende der Landwirtschaft, des Garten- und Weinbaus über den Ökolandbau und regionale Wertschöpfungsketten zu informieren. Gestartet ist das Projekt in Baden-Württemberg und wurde in diesem Jahr nach Bayern ausgeweitet. Im Rahmen von Praxistagen auf ökologisch wirtschaftenden Betrieben vermitteln sogenannte BioBotschafter/-innen – junge Menschen zwischen 18 und 35 Jahren mit praktischer Erfahrung im Bereich Ökolandbau – ihr Fachwissen interaktiv und praxisnah. Nach dem Lernansatz „Peer-to-Peer“ steht hierbei ein Austausch auf Augenhöhe im Vordergrund.

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Der Erlebnisbauernhof Wiesmühle bot dafür den idealen Lernort: Mit seinen vielfältigen Schwerpunkten wie Saatgutvermehrung, mit dem bayerischen Tierwohlsiegel zertifizierte Schweinemast, Bauernhofpädagogik und Pferdepension eröffnete der Betrieb den Teilnehmenden einen umfassenden Einblick in verschiedene Bereiche ökologischer Landwirtschaft. Nach einem Hofrundgang mit den Betriebsleitern Jeannine und Karl-Friedrich Ammon konnten die Auszubildenden ihr Wissen an vier Lernstationen vertiefen. Im Fokus standen die Themen Agrartechnik, Tierhaltung, Kreislaufwirtschaft und Gesunder Boden. Betreut wurden die Stationen von insgesamt neun BioBotschafter/-innen, welche zum Großteil bereits selbst einen Bio-Betrieb in der Region führen. Auch das leibliche Wohl kam nicht zu kurz: Beim Mittagessen mit gegrillten Bio-Bratwürsten vom Betrieb bot sich die Gelegenheit zum gemeinsamen Austausch.

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Lehrkraft Herr Schäfer zeigte sich sehr zufrieden mit dem Verlauf des Tages: „Der Praxistag auf dem Bio-Betrieb Ammon war für unsere Schüler eine wertvolle Erfahrung. Themen wie Bio-Schweinehaltung, mechanische Unkrautbekämpfung und Kreislaufwirtschaft im ökologischen Landbau wurden praxisnah vermittelt und haben das Interesse an ökologischer Landwirtschaft deutlich gestärkt.“ Auch von den Schülern kam viel positives Feedback. Die motivierte Lernatmosphäre zeigte den Effekt praxisorientierten Lernens und machte den Mehrwert des Projekts BioBotschafter/-innen deutlich. Betriebsleiter Karl-Friedrich Ammon resümierte: „Mut zur Veränderung ist der erste Samen, den wir säen – und junge Menschen sind der fruchtbare Boden, auf dem die Zukunft wächst.“

Das BioBotschafter/-innen-Projekt wird gefördert durch das Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestags im Rahmen des Bundesprogramms Ökologischer Landbau (BÖL).


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