Polizei warnt vor unseriösen Handwerkern an der Haustür

KARLSTADT, LKR. MAIN-SPESSART – Zwei Männer haben einem Anwohner am Mittwoch Arbeiten an seinem Wohnanwesen angeboten und anschließend einen deutlich höheren Betrag als zunächst vereinbart verlangt. Eine aufmerksame Zeugin verständigte die Polizei.
Die beiden 33-jährigen rumänischen Staatsangehörigen klingelten gegen Mittag an einem Anwesen in der Richard-Wagner-Straße und boten dem Bewohner an, dessen Regenrinne zu erneuern. Nach Abschluss der Arbeiten verlangten sie rund 3.000 Euro. Die Männer erklärten, bei den zuvor genannten 150 Euro habe es sich lediglich um einen Meterpreis gehandelt.

Der Bewohner hatte nach eigenen Angaben unter Druck bereits mehr als 1.000 Euro in bar bezahlt. Eine Rechnung oder Quittung erhielt er zunächst nicht. Im Beisein der Polizei wurde vereinbart, dass der Mann sein Geld zurückerhält und für die ausgeführten Arbeiten eine ordnungsgemäße Rechnung ausgestellt wird.

Bei der Kontrolle stellten die Beamten zudem fest, dass die beiden Männer keine erforderliche Reisegewerbekarte vorweisen konnten. Die Polizei hat weitere Ermittlungen aufgenommen.
Polizei warnt vor unseriösen Handwerkerangeboten
Die Polizei weist darauf hin, dass unseriöse Handwerkerleistungen auf unterschiedliche Weise angeboten werden. Immer wieder kommt es zu Haustürgeschäften, bei denen Anwohner von Anbietern unter Druck gesetzt oder überrumpelt werden. Auch Zeitungsanzeigen oder Prospekte können den Eindruck eines seriösen Angebots vermitteln. In einigen Fällen werden Arbeiten anschließend nicht vollständig oder nicht fachgerecht ausgeführt.
Die Polizei rät bei unangekündigten Angeboten für Reinigungs- oder Reparaturarbeiten am Haus und auf dem Grundstück zu besonderer Vorsicht:
- Aufdringliche Werber oder vermeintlich besonders günstige Angebote sollten nicht zu einer schnellen Auftragserteilung führen.
- Bei Bedarf sollte die Seriosität eines Handwerksbetriebs bereits vorab geprüft werden. Dabei können auch Nachbarn, Verwandte oder Bekannte um Rat gefragt werden.
- Vor der Auftragserteilung sollte ein detaillierter Kostenvoranschlag verlangt werden. Wird dieser verweigert, kann dies ein Hinweis auf ein unseriöses Angebot sein.
- Wer Zweifel hat oder sich unter Druck gesetzt fühlt, sollte nicht zögern, die Polizei zu verständigen.

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