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Der Kleinste musste es richten: Mizuki Oikawa führte den TSV Bad Königshofen zum dritten Saisonsieg gegen Jülich


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BAD KÖNIGSHOFEN – Der TSV Bad Königshofen hat den erhofften Sieg gegen den TTC indeland Jülich geschafft und hat sich in der Tabelle der Tischtennis-Bundesliga ein weiteres Stück vom Abstiegsplatz entfernt. Aber was war das für ein hartes Stück Arbeit.

Mit mehreren Wenns war man in dieses richtungsweisende Spiel gegangen, aber ohne Kilian Ort. War er der Grund, dass diesmal so viele Lücken auf den Tribünen waren oder doch die beiden W´s, das Wetter und die Wahlen? Wer nicht da war, verpasste ein Spiel, das weniger von der Klasse als von der Spannung lebte. Die allerdings war manchmal zum Greifen nahe. Und am Ende blieb den Gästen zum fünften Mal nur ein Spielgewinn, während es für die Gastgeber nach zweieinhalb Stunden von den 253 Zuschauern lange, lange stehende Ovationen gab, die natürlich der ganzen Mannschaft, vornehmlich aber Mizuki Oikawa galten, der allein für zwei der drei Siege verantwortlich zeichnete.


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Und Kilian Ort war froh, dass er sein malades Knie geschont und nur die Hände beim Anfeuern strapaziert hatte. Oikawa begann zuverlässig wie meistens bereits im ersten Einzel gegen den belgischen Linkshänder Martin Allegro mit dem Punktesammeln. 11:7 im ersten Satz, und zwei Mal 11:8 im zweiten und dritten: Plan erfüllt, keiner hatte etwas anderes erwartet. Wieder einmal ein Zeichen von Fairness unter Tischtennisspielern im ersten Satz beim Stand von 9:7 für Oikawa: Für das geschulte Auge der Schiris war ein Kantenball von ihm nicht zu erkennen. Aber diese Profis sehen das. Die Herren im Sakko zählten 9:8, Oikawas asiatische Zurückhaltung erlaubte ihm nur ein Kopfschütteln, aber Allegro gab unaufgefordert den Unparteiischen den Punkt zurück zum 10:7. Hut ab vor dieser Haltung im Profigeschäft!



Dann musste der Ort-Ersatz Filip Zeljko gegen die Jülicher Eins und die belgische Zwei Robin Devos an den Tisch. Bis zur 10:7-Führung konnte man davon träumen, dass er bereits den vermutlich einzigen nötigen Punkt hinter Oikawa beitragen würde. Doch dann holte ihn die Vergangenheit ein. Er hielt dem Druck nicht stand, vergab bei 11:10 auch noch den vierten Satzball und unterlag 11:13. Und hatte davon so einen Knacks bekommen, dass er nicht mehr auf die Beine kam, den zweiten Satz 3:11 und den dritten, da konnte er einem nur noch Leid tun, mit 8:11. Gewiss enttäuschend, aber nicht überraschend.

Also musste es doch, nicht überraschend, Bence Majoros richten, der auch noch nicht richtig angekommen ist in der Bundesliga. Gute Tipps konnte ihm Kilian Ort geben, der zusammen mit seinem Gegner Dennis Klein bereits in der Schüler- und Jugend-Nationalmannschaft spielte. Es wurde aber eine verdammt schwere Geburt. Den ersten Satz brachte er nach 10:8 mit einer bärenstarken Rückhand heim und das TSV-Schiff auf Kurs. Doch dann schien auch den jungen Ungarn die Bürde des Gewinnen-Müssens zu erdrücken. Bei 9:9 konnte man die Spannung greifen. Die beiden Jungprofis zeigten, dass sie auch nur Menschen mit Schwächen sind und noch ein Stück weit entfernt von der Schwelle zur Weltklasse. Wobei, so die Begeisterung des Hallensprechers Jürgen Halbig, „der Ballwechsel zum 10:9 schon allein das halbe Eintrittsgeld wert“ war. 10:9- und 11:10-Führungen reichten Majoros nicht, Klein klaute sich den Satz noch mit 13:11.









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