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Rosige Aussichten auch ohne eigenen Betrieb – Gute Gründe für die Berufswahl Landwirtin

Eisgeliebt

SCHWEINFURT – Rosemarie Harth (22) hat nach der Schule den Beruf der Landwirtin gewählt und sich seither immer weiter qualifiziert. Es gibt keinen elterlichen Betrieb, aber das ist am Ende nicht entscheidend für einen erfolgreichen Werdegang. „Es kommt auf die Ausbildung und die Erfahrungen an, die man sich erarbeitet und nicht woher man ursprünglich kommt!“ (Rosi Harth)

Frau Harth aus dem Landkreis Rhön-Grabfeld besuchte bis 2024 Unterfrankens einzige Landwirtschaftsschule in Schweinfurt. Ihre fachliche Aus- und Weiterbildung beinhaltete die Bereiche

  • Ackerbau
  • Milchviehhaltung
  • Agrarumweltmaßnahmen
  • konventionelle und ökologische Wirtschaftsweise
  • Jungviehaufzucht
  • Unternehmensführung
  • Betriebslehre
  • Rechtslehre und Sozialrecht
  • Mit Einsatz und Ausdauer zum Erfolg

Während der Ausbildung hat Rosi Harth neben der Milchviehhaltung auch den Ackerbau kennengelernt und sowohl die ökologische als auch die konventionelle Wirtschaftsweise. Jetzt ist sie ausschließlich in der Milchviehhaltung und Jungviehaufzucht tätig, arbeitet im Stall, sitzt auf dem Schlepper. Für die junge Frau genau das Richtige und die Zukunftsaussichten sind vielversprechend. „Da die Betriebe immer größer werden und auf Mitarbeiter angewiesen sind, haben jungen Landwirte mit einer guten Aus- und Weiterbildung sehr gute Chancen.“ Bestätigt Schulleiter Joachim Dömling. Diese Erfahrung macht auch die Ausbildungsberaterin Anne Lutz an der Regierung von Unterfranken: „Die Zahl der Auszubildenden ohne eigenen Betrieb steigt und Landwirte sind als Fachkräfte sehr gefragt.“ Und der Zugang zur LWS wird ab Herbst 2024 auch ohne Praxisjahr möglich sein.

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Den eigenen Weg gehen
Im diesjährigen Jahrgang der einzigen Landwirtschaftsschule Unterfrankens war Frau Harth die einzige Frau und eine der Wenigen ohne eigenen Betrieb. Doch Rosi Harth war schon immer von den Maschinen und Tieren in der Landwirtschaft fasziniert. Nach einem Schulpraktikum auf einem Milchviehbetrieb wusste Frau Harth, dass sie Landwirtin werden wollte. „Ich habe auch ein Praktikum als Kindergärtnerin gemacht, aber die Landwirtschaft hat mir mehr Spaß gemacht.“

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Landwirt ist heute kein gewöhnlicher Beruf mehr, aber die Resonanz bei Familie und Freunden sei für die meisten jungen Auszubildenden ermutigend, sagen die Absolventen der Landwirtschaftsschule. Auch bei Frau Harth waren die Reaktionen von Anfang an sehr positiv: „Alle fanden es sehr cool, dass ich diesen Beruf erlernen möchte.“ Und die Entscheidung fiel wohl überlegt. Frau Harth hat zunächst ein Schulpraktikum auf einem Milchviehbetrieb absolviert, dann in vielen Betrieben Probe gearbeitet und sich für die Ausbildung dann für die zwei Betriebe entschieden, die ihr am besten gefallen haben.

Aus Erfahrung wird man klug
Inzwischen hat Frau Harth in Schweinfurt an der einzigen unterfränkischen Landwirtschaftsschule Ihren Abschluss „Staatlich geprüfte Wirtschafterin für Landbau“ und „Bachelor Professional“ gemacht: „Die Zeit an der LWS war echt super! Ich habe viel gelernt, mich persönlich weiterentwickelt und viele verschiedene Betriebe und Menschen kennengelernt.“ Durch die fachliche Weiterbildung lernt man den eigenen Betrieb sehr gut kennen und erkennt Schwachstellen. Der Blick über den Tellerrand motiviert und lässt die zukünftigen jungen Betriebsleiter und -Leiterinnen Ideen sammeln. Regelmäßig unternimmt die Landwirtschaftsschule dafür Lehrfahrten im In- und Ausland, zu verschiedenen Betrieben, zu Messen, zu weiterverarbeitenden Unternehmen wie Mühlen oder Mälzereien. Die Studierenden können bei Workshops oder Diskussionsrunden den Dialog mit Politik und Gesellschaft üben oder internationale Kontakte knüpfen.

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Stärken und Schwächen im eigenen Betrieb erkennen, Lösungsmöglichkeiten entwickeln und umsetzen, Entscheidungen treffen, Verantwortung übernehmen und Mitarbeiter führen. Die Landwirtschaftsschule Schweinfurt hilft dabei, ein landwirtschaftlicher Unternehmer zu werden und damit Ihren Betrieb zukunftsfähig aufzustellen oder als Führungskraft im landwirtschaftlichen Bereich zu arbeiten.
Staatliche Landwirtschaftsschule Schweinfurt, Abteilung Landwirtschaft
Bei Fragen zur Landwirtschaftsschule
Joachim Dömling
AELF Schweinfurt
Ignaz-Schön-Straße 30, 97421 Schweinfurt
Telefon: 09721 8087-1500
Fax: 09721 8087-1555
E-Mail: poststelle@aelf-sw.bayern.de
Joachim Weber
AELF Schweinfurt
Ignaz-Schön-Straße 30, 97421 Schweinfurt
Telefon: 09721 8087-1200
Fax: 09721 8087-1555
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